Schaftflex im Golf – Erklärung

Was bedeutet Schaftflex und wo liegt oftmals das Problem? Der wohl am meisten missverstandene Anhaltspunkt für die Härte von Golfschäften ist der sogenannte Flex. Denn dass Senior, Regular und Stiff frei gewählte Begriffe der Hersteller sind, wissen nur die Wenigsten. Es gibt allerdings einen Wert, auf den man sich verlassen kann. Wir wollen euch den Schaftflex heute etwas näherbringen.

Mythos Schaft Flex

Es gibt keinen Teil des Golfschlägers, über den so viel gemunkelt wird, wie den Golfschaft, der die Verbindung zwischen Schlägerkopf und Griff bzw. Spieler darstellt. Biegepunkt, Gewicht, Torsion (Torque) und vor allem der Flex – also die Härte des Schafts – verwirren die meisten Laien und können schnell zu einer falschen Kaufentscheidung führen. Denn was die meisten in Bezug auf die Schafthärte nicht wissen: Begriffe wie Senior, Regular und Stiff unterliegen in der Golfindustrie keiner Norm. Durch Hunderte von Herstellern verliert der Laie schnell den Überblick, worauf es wirklich ankommt.

Steifigkeit Schaft HIO
Begriffe ohne Norm verwirren Kunden oft mehr, als dass sie helfen können.

Eines vorweg: Der falsche oder im Idealfall richtige Schaft wird aus einem guten Schlag keinen schlechten machen oder umgekehrt. Vor allem ist der Schaft aber für zwei Dinge verantwortlich:

  • das Schlaggefühl
  • die Fähigkeit, den gewünschten Schlag präzise wiederholen zu können

Mit anderen Worten ist der richtige Schaft für die Konstanz der Golfschläge zuständig.

Schaft Flex verstehen

Schaftflex
Messung der „CPM“ im Frequenzmessgerät in unserer Werkstatt.

Der wichtigste und bekannteste Faktor für den Golfschaft ist dabei der Flex oder die Härte des Schafts. Mithilfe eines Frequenzmessgerätes kann der Flex in „Cycles per Minute“ (cpm) bzw. Schwingungen pro Minute bestimmt werden. Dieser Wert beschreibt das Verhalten des Schafts gegen die Verformung durch eine Kraft oder ein Drehmoment. Je mehr Schwingungen der Schaft in der gleichen Zeit durchläuft, desto härter ist der Schaft.

Das Problem: Für die Unterteilung der Schafthärte in Senior, Regular und Stiff gibt es in der Golfindustrie allerdings keine einheitlich festgelegte Norm, die definiert, wie viele Schwingungen pro Minute (CPM) ein Schaft haben muss, um einem bestimmten Flex zugeordnet zu werden. So kann beispielsweise ein Regular-Flex des einen Herstellers einem Stiff-Flex bei einem anderen Hersteller entsprechen.

Während des Bauprozesses kann die Schafthärte von einem professionellen Fitter/Schlägerbauer individuell angepasst werden. So können beispielsweise auch Zwischenhärten zwischen zwei Steifigkeiten erzielt werden. Je nachdem, um wie viel ein Schaft am dünneren, vorderen Ende gekürzt wird (Tip Trimming), wird dieser unterschiedlich steif.

Als Faustregel gilt: Je schneller, desto härter.

Was ist der passende Schaft Flex für mich?

Ein typischer Irrglaube ist, dass die Schafthärte von der Spielstärke des Golfers abhängt. Tatsächlich geben aber vor allem Faktoren wie Schwunggeschwindigkeit, Tempo oder Rhythmus und Schlagweite einen Anhaltspunkt darüber, welche Schafthärte passend ist.

Je höher die Schwunggeschwindigkeit, desto steifer sollte in der Regel der Schaft sein. Ein zu weicher Schaft sorgt in der Regel für eine zu hohe Flugbahn und meist für mehr Linksdrall (Hook). Bei einem zu harten Schaft verhält es sich genau andersherum; der Spieler kämpft also meist mit einem zu flachen Ballflug und Schlägen nach Rechts.

 

Ein professionelles Fitting gibt Sicherheit bei der Schaftwahl

Eine hundertprozentige Sicherheit für die Wahl des passenden Flex erreicht man nur durch die Beratung eines professionellen Fitters. In der Regel reichen hierbei maximal bis zu fünft Schäfte, um zusammen mit einem Fachmann die ideale Kombination für Eisen oder Hölzer zu finden. Viel mehr sollten es aber auf keinen Fall sein.

Ein oftmals unterschätzter Punkt ist die Konstanz der Steifigkeit innerhalb des Sets. Es mag zwar logisch sein, dass das Eisen 8 die gleiche Schafthärte haben sollte wie das Eisen 7, oftmals ist dies aber nicht der Fall. Der Grund hierfür ist in der Fehlertoleranzen während der Produktion der Schäfte zu suchen. In unserer hauseigenen Werkstatt können wir jedes Detail bis zum Millimeter und Milligramm genau überprüfen, nachmessen und bauen, sodass wir hier Fehlertoleranzen praktisch komplett ausmerzen können.

Auf unserer Homepage findet man HIER weitere Informationen rund um unseren Fitting Ansatz, bei weiteren Fragen könnt ihr natürlich gerne jederzeit mit uns in KONTAKT treten.


Wir hoffen, dass euch dieser Artikel gefallen hat und ihr was daraus mitnehmen konntet. Für Rückfragen, Kritik oder Wünsche für zukünftige Artikel könnt ihr uns jederzeit unter info@hio-fitting.de erreichen.

Fabian Wagner

Fabian Wagner

Der studierte Wirtschaftsinformatiker hat seit einigen Jahren Golf als große Leidenschaft für sich entdeckt. Als Fitter überzeugt er nicht nur mit seiner Expertise im Bereich Golfschläger-Fitting, sondern ist auch im Materialwissen tief im Thema und ein absoluter Fachmann im Golfschläger Geschäft.

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